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Nachwuchs bei den seltenen Fanalokas

Europaweit einzigartiges Fanaloka-Zuchtpaar hat erneut ein Jungtier

Der Neunkircher Zoo darf sich über einen ganz besonderen Zuchterfolg freuen. Am 23. Mai entdeckte das Team der Tierpflege ein Jungtier bei den Fanalokas. Die Geburt ist ein riesiger Erfolg für den Artenschutz, denn das Paar in Neunkirchen bildet aktuell das einzige Zuchtpaar dieser in ihrer Heimat bedrohten Raubtierart in ganz Europa.

Da das Geschlecht des kleinen Madagaskar-Raubtiers noch unbekannt ist, hat es aktuell auch noch keinen Namen. Die erfahrene Mutter „Hanitra“ zeigt sich äußerst fürsorglich und ist stets eng bei ihrem Nachwuchs. Mit etwas Geduld können Besucherinnen und Besucher erste Blicke auf das Jungtier erhaschen, während es mit seiner Mutter durch die Anlage im Affenhaus neben den Kattas läuft.

Fanalokas stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Madagaskars. In ihrer Heimat sind die Tiere bedroht und werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft. Ihr Bestand in freier Wildbahn nimmt kontinuierlich ab – Hauptgründe hierfür sind der Verlust ihres natürlichen Lebensraums, die Bejagung sowie die Konkurrenz durch Hunde und verwilderte Hauskatzen.

Für den Neunkircher Zoo, in dem die Elterntiere „Ravo“ und „Hanitra“ seit 2019 leben, ist diese insgesamt 7. Nachzucht daher ein ganz besonderer Meilenstein und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Tierart. Nach Erfahrung des Zoos sind Fanaloka-Aufzuchten nicht immer problemlos, so dass gerne alle verfügbaren Daumen gedrückt werden dürfen, damit das aktuelle Jungtier gesund groß wird und wie zwei ältere Brüder, die in die Wilhelma Stuttgart zogen, später auch den Bestand eines anderen Zoos bereichern kann!